Tierrechtsorganisation fordert Aberkennung des Titels „Europäische Kulturhauptstadt 2010″ für Istanbul

Straßenhund in Istanbul (Foto: PETA)

Straßenhund in Istanbul (Foto: PETA)

Die international tätige Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. hat Kontakt mit dem EU-Rat aufgenommen, um die Aberkennung des Titels „Europäische Kulturhauptstadt 2010“ für Istanbul zu erwirken. Da der Begriff Kultur auch ethische Maßstäbe im Umgang mit Tieren mit einschließe, habe Istanbul den Titel  nicht verdient. Heimatlose Hunde würden in der türkischen Kulturmetropole zu Hunderten von Hundefängern eingefangen und in entfernten Waldgebieten ausgesetzt. PETA fordert Istanbuls Oberbürgermeister Kadir Topbas dazu auf, diese gesetzeswidrige Praxis mit Blick auf die Ernennung Istanbuls zur „Europäischen Kulturhauptstadt 2010“ sofort zu beenden.

Videoaufnahmen belegen unerlaubtes Aussetzen von Straßenhunden

Nach türkischem Tierschutzgesetz müssen Hunde, die zur Kastration eingefangen werden, im selben Gebiet wieder freigelassen werden. Andernfalls ist die Maßnahme kontraproduktiv, da andere Hunde den Platz der eingefangenen Tiere in kürzester Zeit einnehmen. Videoaufnahmen von PETA belegen nun erstmals die Praxis des unerlaubten Aussetzens der Straßenhunde Istanbuls. Die Videoaufnahmen sollen großflächig verbreitet werden, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf Istanbul zu lenken.

Auf der Homepage der Tierrechtsorganisation gibt es weitere Informationen zum Thema „Straßenhunde in Istanbul“.


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