Das Blog „Adlerauge“ ist umgezogen und jetzt unter http://tierschutzblog.wordpress.com zu erreichen. Grund für den Umzug war ausschließlich, schon in der Adresse deutlich zu machen, worum es inhaltlich geht. Bei der bisherigen Veröffentlichung unter meinem Namen war das nicht der Fall. Intention und Präsentation des Blogs ändern sich nicht.
Hier der Link zum neuen Adlerauge-Blog: http://tierschutzblog.wordpress.com.
Auf der Homepage des Bundesverbands „Menschen für Tierrechte“ steht die neueste Ausgabe des Magazins „tierrechte“ bereit.
Schwerpunkt: Tierschutzpolitisches Engagement
* Wahlen und andere demokratische Mittel
Dr. Christiane Baumgartl-Simons schreibt über die Notwendigkeit politischen Engagements für Tierschutz.
* Das Interview: Tierschutzpolitik in Hessen
Dr. Madeleine Martin, Hessens Landestierschutzbeauftragte, steht tierrechte Rede und Antwort zu tierschutzpolitischen Fragen.
* Landtagswahlen – Urnengang in fünf Bundesländern
tierrechte stellte drei konkrete Fragen – die Parteien antworteten.
* Das unerfüllte Grundgesetz für Tiere
Dr. Eisenhart von Loeper stellt notwendige Folgeschritte der Gesetzgebung zum Verfassungsrang des Tierschutzes heraus.
Magazin
* Der Name ist Programm – Tierrettungsdienst Freiburg
Christine Hörth erzählt die Geschichte des überaus aktiven Vereins.
* Bundesrat legalisiert qualvolle Haltung von „Masthühnern“
Über die neue Verordnung zur „Hähnchen“-Haltung in Deutschland informiert Marion Selig.
* Ukraine-Projekt „Computer statt Tiere“: Alternativen auf Vormarsch
Marion Selig berichtet über Entwicklungen, den Tierverbrauch im Studium an Hochschulen in der Ukraine und in Russland zu ersetzen.
* Tierpark Lübeck – Ende des Tierleids noch nicht sicher
Frauke Lympius von den Menschen für Tierrechte Schleswig-Holstein schildert den langen Weg in Sachen Lübecker Tierpark.
Was sonst noch drinsteht:
Erfolge tierschutzpolitischen Engagements
Grüne wollen Tierschutzgesetz novellieren
Im Dschungel der Gesetze, Verordnungen, Richtlinien
Die große Koalition – Blick zurück im Zorn
Infos zur Bundestags- und EU-Wahl 2009
Tigertötung: Anklage gegen Magdeburger Zoodirektor
Rheinland-Pfalz vergibt Forschungspreis für Tierversuchs-Alternativen
Unterschiede zwischen Maus und Mensch größer als erwartet
Lecker und gesund: Vegetarisch grillen
Erfolg: Handelsketten listen Käfigeier aus
Aktualisiert: Info-Material des Bundesverbandes
Das Magazin gibt es auch in gedruckter Form. Interessenten können ein Musterexmplar bei den „Menschen für Tierrechte“ anfordern.
Nach aktueller Sachlage sollen statt der ursprünglich angenommenen 30.000 Substanzen mindestens 68.000 Chemikalien getestet werden. Mindestens 54 Millionen Tiere müssen dafür ihr Leben lassen. Diese Zahl könnte sich im schlimmsten Fall um ein Vielfaches erhöhen, wenn tatsächlich alle Stoffe in allen vorgesehenen Tierversuchen getestet werden würden. Die Kosten für REACH belaufen sich auf fast zehn Milliarden Euro. Bei den bisherigen Schätzungen der Tierzahlen infolge der Umsetzung von REACH wurden Faktoren wie die EU-Erweiterung und die wachsende chemische Industrie nicht berücksichtigt.
Lesen Sie mehr zum Thema auf der Homepage der „Ärzte gegen Tierversuche“.
Das Angebot an jungen Hunden jeder Rasse, Farbe und Größe zu Dumpingpreisen aus unseren Nachbarländern übersteigt die Nachfrage bei weitem und wächst fast monatlich. Dabei kommen die halb verhungerten, ausgemergelten, durch ganz Europa gekarrten und viel zu früh von der Mutter getrennten Tiere nicht mehr nur auf direktem Weg aus Osteuropa. Belgien und die Niederlande sind zum Umschlagplatz Nummer 1 geworden, weil es so viel seriöser klingt. Deutschland ist leider das Hauptabnehmerland für diesen tierschutzwidrigen Handel.
Massenproduktion und ihre gravierenden Folgen
Die Massenproduktion der Welpen – überwiegend in Osteuropa – unter schlimmsten Bedingungen, ohne Licht und zusammengepfercht auf engstem Raum kostet in den „Erzeugerländern” nur zirka 30,- Euro pro Tier. In den Abnehmerländern werden die Tiere dann „günstig” für einige hundert Euro angeboten, was meist immer noch weniger als die Hälfte des marktüblichen Preises ist. Die Tiere sind oft nicht geimpft und entwurmt und werden deswegen oft schon mit tödlichen Krankheiten verkauft. Darüber hinaus sind Welpen, die nicht wenigstens 8 Wochen bei ihrer Mutter waren, kaum sozialisiert. Schwere Verhaltensstörungen wie Dauerkläffen, Angstbeißen und Aggressionen sind nur einige der Probleme mit denen sich die neuen Hundebesitzer dann konfrontiert sehen – wenn das Tier die ersten Monate überhaupt überlebt.
Auf die Seriosität der Anbieter achten
TASSO-Tipp: Kaufen Sie keine Hunde im Internet, auf Parkplätzen, auf Märkten oder durch Kleinanzeigen, wenn Sie nicht von der Seriosität der Anbieter überzeugt sind. Der grausame Hundehandel kann nur dann wirkungsvoll gestoppt werden, wenn die unseriösen Händler keine Nachfrage mehr finden. Das heißt, wenn Tierfreunde nur noch zum Züchter oder Tierheim gehen. Alle anderen Wege unterstützen die Massenproduktion Hund ungewollt.
Und der ergänzende ADLERAUGE-Tipp: Gehen Sie direkt ins Tierheim. Dort gibt es so viele notleidende Hunde,die auf ein (neues) Zuhause warten, dass Züchter überflüssig sind.
Für billige Daunen-Produkte werden Gänse in Osteuropa und China lebendig gerupft. In Deutschland ist das verboten. Doch nicht jeder Betrieb hält sich bei uns daran, wie WISO in seiner letzten Sendung belegt hat. Gut für diejenigen, die den Film verpasst haben: der Beitrag kann in der ZDF Mediathek noch aufgerufen werden.
Weitere Informationen gibt es auch auf der Website von vier-pfoten.de.
PETA Deutschland e. V. veröffentlichte heute auf einer Pressekonferenz im Wuppertaler IC-Hotel neues Material im „Bio-Eier“-Skandal rund um den Velberter „Bio-Hühnerpark Hennenberg“. Die Agrarindustriellen Richard und Andreas Hennenberg halten derzeit ca. 700.000 Legehennen auf ihren Höfen in Velbert, Simmershausen, Gorleben und Hattingen. Die Eier werden bundesweit als „Bio-Eier“ oder auch Freilaufeier verkauft – sind es aber laut PETA nicht. Deutlich wird dies in den neuen Undercover-Aufnahmen der Tierrechtsorganisation sowie den Behördendokumenten. PETA kritisierte heute besonders stark die zweifelhafte Rolle der Bio-Zertifizierungsstellen und der Behörden.
Zahlreiche weitere neue Verdachtsmomente
Was sich die hier beteiligten Behörden erlaubt haben, grenzt an strafbare Amtspflichtverletzungen in Größenordnungen“, so PETA-Agrarexperte Dr. Edmund Haferbeck. PETA erstattete bereits im Juli 2009 Strafanzeige gegen den Biohof und das beteiligte Zertifizierungsbüro IMO bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal, weil nach PETA-Recherchen Hennenberg im Verdacht steht, seit zwei Jahren die EU-Öko-Vorgaben bezüglich der Freilaufflächen für die Hennen zu missachten. Nach Auswertung von behördlichen Dokumenten komme mittlerweile eine ganze Phalanx weiterer Verdachtsmomente hinzu, so Dr. Haferbeck. Zumal ein Whistleblower seine Erkenntnisse offenbart hat, der nun der Staatsanwaltschaft Wuppertal in einer weitergehenden Strafanzeige als Zeuge benannt wurde. PETA erweiterte heute die Strafanzeige gegen Hennenberg um den Verdacht des Betreibens illegaler Anlagen gem. §327 StGB, Unterlassung von Diensthandlungen der zuständigen Behörden und ersichtliche Falschgenehmigungen, weitere Verstöße gegen die gesetzlichen Bestimmungen für Bio- und Freilandhaltung sowie gegen das Tierschutzgesetz, Tricksereien bei der Dung-Entsorgung.
Kontrollmechanismen nicht ausreichend
„Weder die Kontrollmechanismen der Branchen selbst, noch die hoheitlich staatliche Kontrolle reichen aus, um hier dem Verbraucherschutz Genüge zu tun. Die kriminelle Energie, mit der in der Tier(aus)nutzungsbranche gearbeitet wird, ist kaum mehr beherrschbar!“, warnt Dr. Haferbeck abschließend.
Weitergehende Informationen zum Thema finden sich auf der Homepage von Peta.de.
Nach dem umstrittenen Verkauf der Landesdomäne Heidbrink (Lkr. Holzminden) an die Firma Petri (Petrella-Käse) sind nun erste konkrete Planungen für die größte Ziegenfabrik Europas bekannt geworden. Damit würde erstmals in Deutschland eine industrielle Ziegenhaltung realisiert. Der Deutsche Tierschutzbund kämpft gemeinsam mit seinem Landesverband Niedersachsen und dem örtlichen Tierschutzverein gegen das Projekt, das zudem in einem Landschaftsschutzgebiet geplant ist. Die industriell geprägte Ziegenhaltung verstößt gegen jegliche Tier-, Natur- und Umweltschutzbestimmungen. Die Tierschützer fordern daher gemeinsam den sofortigen Planungsstopp.
Drei Großställe mit über 7500 Tieren?
Auf der „Domäne“ Heidbrink sollen zukünftig in drei Großställen jeweils bis zu 2.500 Milchziegen gehalten werden, insgesamt über 7.500 Tiere. Hinzu kommen nach Schätzungen des Deutschen Tierschutzbundes jährlich mindestens 7.500 Lämmer (vermutlich sogar noch wesentlich mehr) und eine unbekannte Zahl von Ziegenböcken.
Industrielle ganzjährige Stallhaltung nicht artgerecht
Der Kreistag von Holzminden wird im Oktober darüber entscheiden, ob das jetzige Landschaftsschutzgebiet auf der „Domäne“ Heidbrink aufgehoben werden soll. Der Deutsche Tierschutzbund warnt eindringlich davor, im jetzigen Landschaftsschutzgebiet eine geplante Großanlage zur Haltung von Ziegen zu realisieren. „Solche industriellen, ganzjährigen Stallhaltungen von Ziegen ohne Weidegang sind nicht artgerecht und verstoßen darüber hinaus gegen EU-Vorgaben zum Schutz von Tieren in landwirtschaftlichen Tierhaltungen“, so Vera Steder, Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachen.
Werden die „Spielzeuge“ Hunde und Katzen in der Ferienzeit lästig?
Für Bernhard Scholz, den Vorsitzenden des Tierheims im baden-württembergischen Kehl, hat die plötzliche Schwemme an ausgesetzten Hunden, Katzen und Kleintieren einen ganz bestimmten Grund: Es sind Tiere, die für Kinder sozusagen als lebendiges Spielzeug angeschafft wurden und die jetzt in der Ferienzeit lästig geworden sind. „Seit Beginn der Schulferien haben wir zehn Hunde und 35 Katzen und Kleintiere aufgenommen, alle sind hier in der Nähe einfach angebunden oder im Karton abgestellt worden“, sagt Scholz und plädiert für mehr Aufklärung an Schulen: „Oft sind es die Kinder, die ihre Eltern drängen ‚Mama, ich möchte einen Hund‘ und denen es nicht bewusst ist, was das für eine Verantwortung mit sich bringt.“ Schüler ab zwölf Jahren sollen nach den Vorstellungen des Tierheim-Vorstands lernen, welche Aufgaben vor allem nach der Anschaffung eines Hundes auf sie zukommen. „Motivierten Schülern bieten wir beispielsweise an, Hunde spazieren zu führen, und das mehrmals täglich.“
Statt Pflegestelle zu suchen: Tiere werden ausgesetzt
Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO kann den Aussagen Kohls nur beipflichten: „Auch unsere Erfahrung zeigt, dass noch immer viele Tiere wie ein x-beliebiges Spielzeug gekauft werden. Irgendwann ist dann der Hund, die Katze oder das Meerschweinchen lästig, und dieser Zeitpunkt liegt häufig in den Sommermonaten, wenn es ab in den Urlaub geht.“ Statt sich um eine Pflegestelle für das Tier zu kümmern, werde es ausgesetzt in der Hoffnung, dass sich schon jemand findet, der es versorgt.
Tierhaltung erfordert Verantwortungsbewusstsein bei Eltern und Kindern
Laut McCreight sollten Eltern vor der – durchaus lobenswerten und sinnvollen – Anschaffung eines Haustiers mit den Kindern über die damit verbunden Aufgaben sprechen: „Wer füttert und hält Körbchen, Käfig oder Box in Ordnung? Wer sorgt bei einem Hund für den notwendigen täglichen Auslauf?“ Nicht zu vergessen seien auch die laufenden Kosten, die beispielsweise in einem Hundeleben durchaus die 10.000-Euro-Marke überschreiten könnten. „Ein Tier ist kein Spielzeug, das man nach Lust und Laune benutzen und dann in die Ecke stellen kann. Ein Tier braucht Zuwendung und Pflege, und das erfordert ein großes Verantwortungsbewusstsein, sowohl bei Kindern als auch bei den Eltern.“
Bitte bei der Abstimmung des Weser-Kurier mitmachen!
Das Bremer Gesundheitsressort hat den Antrag des Hirnforschers Andreas Kreiter, die Affenversuche fortsetzen zu können, nun endgültig abgelehnt (Aderlauge hat darüber hier berichtet). Der Neurobiologe darf die Versuche nur noch zwei Monate durchführen. Damit ist jedoch noch nicht das letzte Wort gesprochen, denn die Universität hat angekündigt, gegen die Entscheidung der Behörde bis vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen.
Der Weser-Kurier hat in seiner Ausgabe vom 14. 8. Kreiter ziemlich viel Raum für die Darstellung seiner Position eingeräumt. Vertreter der „Ärzte gegen Tierversuche“ oder von „Menschen für Tierrechte“ kommen leider nicht zu Wort. Interessant ist die mit dem Artikel verbundene Abstimmung der Zeitung zu den Affenversuchen.
Adlerauge appelliert: Bitte mischen Sie sich ein und stimmen Sie mit ab unter www.weser-kurier.de.
Neue PETA-Motive, Videoclip und Gewinnspiel
Mit zwei neuen Anzeigenmotiven will Custom Bike-Ikone Marcus Walz seine Popularität nutzen und sich für die Rechte der Tiere einsetzen. Für die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. zeigt Walz seinen tätowierten Oberkörper im „Ink not Mink“-Motiv – mit dem er sich in eine lange Reihe tätowierter Tierfreunde einreiht. Unter ihnen: Motocross-Champion Carey Hart, Moderatorin Lina van de Mars, Jackass Steve-O und Tattoo-Star Ami James. Im zweiten Motiv ist Walz mit Flügeln zu sehen: „Sei ein Engel für Tiere!“ lautet die Message. Zusätzlich veröffentlicht PETA einen Videoclip „HEARTcore für Tiere“, in dem Walz über Tierrechte spricht, und startet einen Online-Contest mit signiertem Walz-Merchandise.
Sitze grundsätzlich aus Kunstleder
„Menschen können sich, wenn es drauf ankommt, selbst helfen – das können Tiere nicht“, begründet der populäre Motorrad-Schrauber sein Engagement. Medienberichte über Tiertransporte und Schlachthöfe haben Walz vor einigen Jahren so erschüttert, dass er sich weitgehend vegetarisch ernährt. Speziell in der Bike-Branche, so der Globalplayer, erhalte er wegen seines tierfreundlichen Lebensstils immer wieder negative Rückmeldungen. Dennoch steht er dazu und baut in seine Bikes grundsätzlich nur Sitze aus Kunstleder ein. Sogar Superstars wie Brad Pitt und Keanu Reeves saßen schon auf einem Walz-Bike. Beim Online-Contest auf www.peta.de verlost die Tierrechtsorganisation signierte Biografien, Poster, T-Shirts und Baseball-Caps.





